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Unser Wanderwochenende am Grünen Band mit der BUNDjugend Thüringen `26 || Our hiking weekend at the Green Belt with the BUNDjugend Thuringia `26

Allgemein,  Natur erleben

***english version below***

Unser Wanderwochenende am Grünen Band – Entlang des Grenzwanderwegs im Harz

Natur & Geschichte erleben, und dabei noch sportlich unterwegs sein?! Das war bei unserem Wanderwochenende mit der BUNDjugend Thüringen möglich. Hier erfahrt ihr mehr zu unserer Entdeckungstour entlang des Grenzwanderwegs…

Eine Wanderung entlang des Grünen Bands, Geschichte an einem alten Grenzübergang erleben und Vernetzung mit anderen jungen Menschen:

Alles auf einer Exkursion!

Im letzten Jahr bestritten wir gemeinsam mit der BUNDjugend Thüringen ein erfolgreiches Wanderwochenende im Südharzer Gipskarstgebiet. In diesem Herbst wiederholten wir die tolle und gefragte Kooperationsveranstaltung auf dem Grenzwanderweg mitten durch das Grüne Band. Unser Ausflug vom 29.-30. August führte uns im Harz von Elend nach Sorge bis Rotheshütte.

Samstag

Am Ende konnten wir es mit Humor nehmen: Der schwierigste Teil des Wanderwochenendes sollte die Anreise aus zwei Bundesländern werden. Nach einigen Verspätungen, verpassten Zügen und Ersatzfahrten mit Bus kamen die Reisegruppe aus Magdeburg und Erfurt jeweils 2 Stunden später ans Ziel. Anstatt in Elend zu starten, ging die Wanderung bei Braunlage los und führte von dort zum Zielort Sorge. Auf 15 wanderwillige junge Menschen wartete herrliches Wetter – und der ehemalige Kolonnenweg quer durch den Harz. Nach einer Mittagspause und dem gegenseitigen Kennenlernen ging es über Stock und Stein.

Torsten Grünke

Am frühen Abend erreichten wir den Ort Sorge und wir verstauten unsere Rucksäcke in der Unterkunft „Sorgenfrei“, ein ehemaliges FDGB-Heim.

Anschließend folgte das inhaltliche Highlight des Wochenendes, denn wir wollten mehr über unsere deutsch-deutsche Geschichte und das Leben in einem Dorf im Sperrgebiet der DDR erfahren. Mit zwei Zeitzeug*innen machten wir uns auf den Weg zur früheren Grenze.

Dank dieser Menschen, die Vieles hautnah miterlebt hatten, konnten wir uns ein Bild von einer verschlossenen Grenze und einem Staatssystem machen, welches beinahe alles tat, um eine Flucht zu verhindern. Wir waren beeindruckt von einem stark gesicherten Grenzsystem mit zwei Schutzzäunen, Patroullieren, Minenfeldern… und genauso schockiert, wie willkürlich und kaltherzig hier Politik auf Kosten von Menschenleben betrieben wurde. Nach einer anstrengenden Kletterpartie auf einen erhaltenen Grenzwachturm machten wir uns auf den Rückweg.

In Sorge erwartete uns noch das kleine Grenzmuseum, in dem Ausstellungsstücke von damals zu sehen waren und wir unsere letzten Fragen stellen konnten. Unser Dank gilt den Zeitzeug*innen und dem Grenzverein Sorge für ihr Engagement, uns diesen Teil der Geschichte erlebbar zu machen!

Nach diesem aufregenden Tag stürzten wir uns in der Unterkunft noch auf das Abendessen, um unsere leeren Bäuche zu füllen. Es wurde noch erzählt und ein paar Runden Dart gespielt, aber dann war es auch Zeit, die Zimmer zu beziehen und sich für den nächsten langen Tag auszuruhen.

Sonntag

Nach einem ausgewogenen Frühstück und mit gefüllten Brotdosen, machten wir uns schon um 9:00 Uhr auf den Weg unserer 2. Etappe. Bis zum Ziel Rotheshütte waren es 12 Km, die wieder entlang des Kolonnenwegs quer durch den Harz führten. Bei spannenden Gesprächen zwischen den vielen Teilnehmenden und herrlichen Ausblicken zwischendurch, fühlte sich der Weg gar nicht so weit an. Wir nahmen uns Zeit für die ein oder andere Pause zum Energie auffüllen, für einen Mittagssnack und um uns einfach mal ins Gras zu legen und kurz die Augen zu schließen.

Kurz vor dem Ende unserer 2. Etappe erreichten wir den Drei-Länder-Stein, der auch zu unserem Programm gehörte.

Heute teilen sich Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ihre Grenzen hier, früher waren es andere Herzogtümer. Doch bis auf einen Stein mitten im Wald vor von einer Grenze nichts zu entdecken. Eine Teilnehmerin fasste es richtig zusammen: An diesem Ort war gut zu erkennen, dass Grenzen nur auf dem Papier existieren!

Zeit für ein letztes Gruppenbild!

Kurz darauf erreichten wir das Dorf Rotheshütte, wo es per Bus und Zug wieder Richtung Magdeburg oder Erfurt ging. Bei einer kurzen Abschlussrunde gab es viel dankbare Worte und tolle Rückmeldungen über ein gelungenes Wanderwochenende!

P.s.: Wir Sachsen-Anhaltiner besuchten auf dem Rückweg noch schnell das Blankenburger Schloss!

Über das tolle Wochenende freuen wir uns natürlich sehr – Genauso wie auf das nächste Jahr und einen weiteren spannenden Ausflug!


Our Hiking Weekend on the Green Belt – Along the Border Hiking Trail in the Harz Mountains


Experience nature and history on a sporty trip? That’s exactly what our hiking weekend with BUNDjugend Thüringen offered. Here’s more about our discovery tour along the Border Hiking Trail…

A hike along the Green Belt, a close-up encounter with history at a former border crossing, and networking with other young people —

All in one trip!

Last year, together with BUNDjugend Thüringen, we organised a successful hiking weekend in the gypsum karst region south of the Harz. This autumn, we repeated the event on the Border Hiking Trail, right through the Green Belt. Our trip on 29–30 August took us through the Harz Mountains from Elend via Sorge to Rotheshütte.

Saturday

Looking back, we can laugh about it now: the trickiest part of the whole weekend turned out to be simply getting there from two different federal states. After a few delays, missed trains, and replacement bus journeys, the groups from Magdeburg and Erfurt arrived two hours later than planned. So instead of setting off from Elend, we began the hike near Braunlage and walked from there to our first destination, Sorge. Glorious weather greeted the 15 young hikers as we set off along the former military track that cuts right through the Harz Mountains. After a lunch break and a chance to get to know one another, we headed off over hill and dale.

Torsten Grünke


In the early evening, we arrived in the village of Sorge and stowed our luggage at „Sorgenfrei,“ a former FDGB holiday hostel.

Then came the highlight of the weekend: a deeper look into the history of a divided Germany and what life was like in a village inside the GDR’s restricted border zone.

Accompanied by two eyewitnesses, we set off for the former border. Hearing directly from people who had lived through it gave us real insight into what it meant to live behind a sealed border, under a state system that went to extraordinary lengths to stop people from escaping. We were struck by the sheer scale of the fortifications — two security fences, patrols, minefields — and equally shaken by how arbitrarily and callously these measures were enforced, often at the cost of human lives. After a strenuous climb up a preserved border watchtower, we started our walk back.

The small border museum in Sorge was our last stop, where we viewed exhibits from that era and asked our remaining questions. Our thanks go to the eyewitnesses and the Sorge Border Association for their dedication in bringing this history to life for us.

After such an eventful day, we hurried back to our accommodation for a well-earned dinner. We spent the evening chatting and playing a few rounds of darts before turning in to rest up for the next long day.

Sunday

After a hearty breakfast and with our lunchboxes packed, we set off on the second leg of our walk at 9:00 am. The 12-kilometre hike to Rothehütte once again followed the old military trail across the Harz Mountains. Between the lively conversation and the stunning views, the distance flew by. We paused now and then to refuel, snack, and simply lie in the grass with our eyes closed for a moment.

Shortly before the end of the day’s route, we reached the Drei-Länder-Stein — the point where Lower Saxony, Thuringia, and Saxony-Anhalt meet today, and where different duchies once bordered one another.

Aside from a stone standing quietly in the forest, there was no visible trace of a border at all. As one participant put it perfectly: standing there, it was easy to see that borders exist only on paper.


And, of course, it was the perfect spot for one last group photo.

Soon after, we reached the village of Rotheshütte, where we caught buses and trains back to Magdeburg and Erfurt. During a short wrap-up session, there was plenty of gratitude and glowing feedback about a truly successful hiking weekend.

We’re delighted about the wonderful weekend — and just as excited for next year’s trip already!

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